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WDR-Dreharbeiten in Borgholz – Ein Dorf zeigt seine Zukunftsfähigkeit

Am 28. Januar 2026 war der Westdeutsche Rundfunk (WDR) zu Gast in Borgholz. In einer verschneiten Winterlandschaft und bei anhaltendem Schneefall präsentierte sich der Ort von seiner besonders reizvollen Seite. Trotz einer witterungsbedingt etwas schwierigen Anreise aus Köln erreichte Klaus Kuderer, freier Mitarbeiter des WDR, pünktlich seinen ersten Drehort: die Synagoge Borgholz. Dort wurde er vom Ortsvorsteher Harald Brechtken empfangen.

Durch seine jahrzehntelange Tätigkeit für den Westdeutschen Rundfunk hat Klaus Kuderer bereits zahlreiche Synagogen kennengelernt. Das die Borgholzer Synagoge jedoch etwas Besonderes ist – nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch darüber hinaus – erkannte er sofort. Im Gespräch mit Rainer Mues, dem Vorsitzenden des Freundeskreises Synagoge Borgholz, standen insbesondere die Herausforderungen, aber auch die Chancen der Mittelbeschaffung zum Erhalt solch wertvoller historischer Gebäude im Mittelpunkt.

Nach dem historischen Auftakt ging es weiter in die Moderne. Bei den SoftwarePionieren in den Räumen der ehemaligen Volksbank stellte Geschäftsführer Michael von Detten die vielfältigen Aktivitäten des Unternehmens vor. Dazu zählen unter anderem Projekte für verschiedene Bundesliga-Vereine sowie die Ausbildungssituation eines iranischen Flüchtlings. Darüber hinaus wurde ein neu gestartetes Tool zur Abbildung von Großveranstaltungen vorgestellt.

Das gemeinsame Mittagessen nahm das WDR-Team in der Pizzeria Borgholz ein. Dabei zeigten sich die Gäste beeindruckt von den kurzen Wegen zwischen den einzelnen Stationen im Ort sowie von der umfangreichen Speisekarte der Pizzeria.

Gut gestärkt führte der Weg anschließend zur Burg Borgholz. Auf dem Weg dorthin nutzte das Kamerateam die Gelegenheit, weitere Sehenswürdigkeiten wie den Marktplatz und die Kirche aufzunehmen. Besonders ins Auge fielen dabei die „Digitalpunkte Borgholz“, über die sich Besucherinnen und Besucher per Smartphone und QR-Code über viele interessante Punkte im Ort informieren können. Digitallotse Gerhard Brast berichtete in diesem Zusammenhang über die vielfältigen Aktivitäten des DZD-Teams in Borgholz.

In der Burg selbst standen die Spielscheune, das Burggebäude sowie der eindrucksvolle Lindenbaum, der im Jahr 1648 gepflanzt wurde, im Fokus der Aufnahmen. „Burgherr“ Jan-Gerrit Möltgen präsentierte diese Besonderheiten mit sichtlichem Stolz. An allen Drehorten gab es so viel zu entdecken, dass die Zeit stets knapp bemessen war. Dennoch konnte der Zeitplan eingehalten werden, auch wenn einige Szenen mehrfach gedreht werden mussten. „Ich habe eine Zeitlang mit Frank Plasberg gearbeitet“, erzählte Klaus Kuderer, „da lernt man, effektiv zu arbeiten.“

Eine weitere Besonderheit von Borgholz durfte an diesem Drehtag nicht fehlen: der Hybride Markt. Beate und Wolfgang Wulf berichteten über die Einführung und die ersten Erfahrungen mit einem Einkaufsmarkt, in dem insbesondere in den Abendstunden und am Samstagnachmittag ohne Bedienung eingekauft werden kann. Wie dieses Konzept in der Praxis funktioniert, zeigte „Testkunde“ Lukas Even.

Mit all diesen Beispielen präsentiert sich Borgholz als ein echtes „cleveres Dorf“. Historische Identität, modernes Unternehmertum, digitale Innovationen und hybride Versorgungsmodelle sind hier selbstverständlich miteinander verbunden. Kurze Wege, engagierte Akteure und smarte Lösungen – von der Kulturpflege über Digitalisierung bis hin zur Nahversorgung – machen deutlich, wie Zukunftsfähigkeit auch im ländlichen Raum gelebt werden kann.

Das Ergebnis des Drehtages soll Ende Februar in der WDR-Sendung „Servicezeit“ ausgestrahlt werden. Unter dem Titel „Clevere Dörfer“ werden dort neben Borgholz fünf weitere Dorfbeispiele aus Nordrhein-Westfalen vorgestellt, die zeigen, auf welch unterschiedlichen Wegen kleinere Ortschaften versuchen, die Zukunft für die Landbevölkerung positiv zu gestalten.

Klaus Kuderer im Interview mit Rainer Mues

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