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Borgholz zeigt, wie Digitalisierung und Dorfgemeinschaft zusammenpassen

Evaluation zum Ende letzten Jahres bescheinigt dem Ort besondere Stärken bei Nahversorgung und digitaler Vernetzung

Wie gut ist Borgholz bei der digitalen Entwicklung aufgestellt und welchen Beitrag leisten digitale Angebote für das Leben im Dorf? Mit diesen Fragen hat sich die Untersuchung „Smarte Nahversorgungsräume der Zukunft“ beschäftigt. Das Ergebnis fällt für Borgholz erfreulich aus: Der Ort zeigt besondere Stärken bei der digitalen Vernetzung, der Nahversorgung und der Verbindung von modernen Angeboten mit persönlicher Begegnung.

Nahversorgung mit Zukunft

Besonders hervorgehoben wird der nah & frisch Markt in Borgholz. Der seit über 120 Jahren bestehende, in vierter Generation geführte Markt verbindet traditionelle Nahversorgung mit digitalen Möglichkeiten.

Als Hybridmarkt ermöglicht er den Einkauf auch außerhalb der regulären Personalzeiten. Kundinnen und Kunden können bis 22 Uhr selbstständig einkaufen und gleichzeitig weiterhin auf persönliche Beratung während der betreuten Öffnungszeiten zurückgreifen.

Das Konzept wird gut angenommen: Rund 80 Prozent der Befragten in Borgholz nutzen den Markt und halten seinen Erhalt für wichtig. Knapp 75 Prozent zeigen sich mit der Angebotsbreite zufrieden, und fast 70 Prozent sehen den Markt auch als wichtigen Ort der Begegnung.

Auch die wirtschaftliche Entwicklung ist positiv. Im untersuchten Zeitraum stieg der Umsatz und auch die Zahl der Kundinnen und Kunden. Bereits wenige Wochen nach Einführung des autonomen Einkaufs entfielen ein Teil des Umsatzes auf diese Möglichkeit des Einkaufends.

Damit gilt das Borgholzer Modell als überregional beachtetes Beispiel für eine zukunftsfähige Nahversorgung im ländlichen Raum.

Digitale Vernetzung im Dorf

Auch bei der digitalen Kommunikation zeigt Borgholz eine besondere Stärke. Im Oktober 2025 waren rechnerisch 97,8 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner beim DorfFunk registriert. Rund 52 Prozent der Registrierten waren aktiv.

Besonders genutzt wurden der Bereich „Plausch“ für die spontane Kommunikation sowie Informationen zu Veranstaltungen. Damit war der DorfFunk zu diesem Zeitpunkt ein wichtiger Bestandteil der digitalen Kommunikation innerhalb der Dorfgemeinschaft.

Auch die Beteiligung an der Befragung war in Borgholz überdurchschnittlich hoch. 83 Personen nahmen teil – das entsprach 8,4 Prozent der damaligen Einwohnerzahl. Damit gehörte Borgholz zu den Orten mit der höchsten Beteiligung.

Digital – aber mit persönlichem Miteinander

Die Untersuchung macht deutlich, dass Digitalisierung in Borgholz vor allem dann erfolgreich ist, wenn sie mit dem bestehenden Dorfleben verbunden wird. Der Hybridmarkt ist dafür ein gutes Beispiel: Moderne Technik ermöglicht zusätzliche Flexibilität, ohne den persönlichen Kontakt und die Funktion des Marktes als Treffpunkt aufzugeben.

Borgholz zeigt damit, dass Digitalisierung und Dorfgemeinschaft keine Gegensätze sein müssen. Moderne digitale Angebote können vielmehr dazu beitragen, die Nahversorgung zu sichern, Kommunikation zu erleichtern und die Lebensqualität im ländlichen Raum zu stärken.

Ein Ergebnis, auf das Borgholz stolz sein kann.

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