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Großes Interesse am Tag des offenen Denkmals in der ehemaligen Synagoge Borgholz

Ein ungewöhnlich großes Besucherinteresse hat am Sonntag der Tag des offenen Denkmals in der ehemaligen Synagoge Borgholz ausgelöst. Bereits ab 13 Uhr öffnete das historische Gebäude seine Türen. Da gleichzeitig die Ausstellung „Es ist Klustag – 350 Jahre Lobeprozession zur Klus Eddessen“ zu sehen war, wurde der Tag zu einer besonderen Doppelveranstaltung. Zeitweise konnte der Innenraum der ehemaligen Synagoge die zahlreichen Besucher kaum fassen.
Aufgrund der parallellaufenden Ausstellung konnte an diesem Tag nur ein Teil der Dauerausstellung zur Geschichte der „Ehemaligen Synagoge Borgholz“ präsentiert werden. Dieser vermeintliche Nachteil wurde jedoch durch die fachkundigen Führungen der Vorstandsmitglieder des „Freundeskreis Synagoge Borgholz“ mehr als ausgeglichen. Sie erläuterten den Besuchern anschaulich die Geschichte des Gebäudes, seine Bedeutung für das jüdische Leben in Borgholz und die zahlreichen Besonderheiten der ehemaligen Synagoge. So erhielten die Gäste auch über die ausgestellten Exponate hinaus einen umfassenden Einblick in die Geschichte dieses besonderen Ortes.
Der Tag des offenen Denkmals findet deutschlandweit traditionell am zweiten Sonntag im September statt. In Nordrhein-Westfalen öffnen an diesem Tag zahlreiche historische Gebäude und Denkmäler ihre Türen. Gleichzeitig wird damit die wichtige Arbeit der Menschen gewürdigt, die sich ehrenamtlich für Denkmalpflege und Denkmalschutz engagieren.
Für die Stadt Borgentreich war die ehemalige Synagoge in Borgholz in diesem Jahr das einzige Denkmal, das sich im Rahmen der Aktion der Öffentlichkeit präsentierte. Das Interesse war entsprechend groß, was die Zahl von ca. 120 Besuchern zeigt. Auch hatte der WDR in seinem Radio- und Fernsehprogramm auf die Besonderheit und Bedeutung der ehemaligen Synagoge hingewiesen und damit weitere Aufmerksamkeit auf den historischen Ort gelenkt.
Kreisheimatpfleger Hans-Werner Gorzolka zeigte sich beeindruckt von der Veranstaltung und dem großen Besucherinteresse. Aufgrund zahlreicher weiterer Termine konnte er allerdings nur kurze Zeit in Borgholz bleiben. Er kündigte deshalb an, die ehemalige Synagoge in nächster Zeit noch einmal zu besuchen, um sich ausführlicher mit den dort präsentierten Informationen und der Geschichte des Hauses beschäftigen zu können.
Die Teilnahme am Tag des offenen Denkmals der ehemaligen Synagoge Borgholz hat damit eindrucksvoll gezeigt, welch großes Interesse an der Geschichte und dem Erhalt dieses besonderen Ortes besteht, was auch ausdrücklich zwei Natinger Besucher dem Freundeskreis Synagoge Borgholz zu verstehen gaben. Aus diesen Beweggründen wollten auch zwei weitere dem Verein beitreten.

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